glauben und fragen / Kirche und Religion

Franziskus von Rom

Ermutigung – Opposition – Provokation

Der erste Papst aus Südamerika, der erste Jesuit und der erste „Franziskus von Rom“: Seit sechs Jahren verfolgten die Massenmedien weltweit seine Auftritte und letztes Jahr strömten Scharen ins Kino, um Francesco einen Abend lang zuzuhören. Keinem Papst des 20. Jahrhunderts gelang es, Menschen in Nord und Süd derart zu bewegen. Kein Petrusnachfolger hat bisher Ökumene und interreligiöse Begegnung so beherzt gelebt und beflügelt. Zugleich polarisiert Franziskus von Rom, bringt Konservative gegen sich auf und enttäuscht Hoffnungen auf rasche Reformen. Was dürfen Kirchen und Welt von Bischof Franziskus von Rom erwarten? Wo hat Jorge Mario Bergoglio bisher Hoffnungen erfüllt - und wo muss er sie enttäuschen? Wohin zielt seine kollegiale und synodale "Dezentralisierung" der katholischen Kirche und wie gelingen nachhaltige Reformen über seine kurze Amtszeit hinaus? Br. Niklaus Kuster erkennt als Franziskaner eine Tiefendimension, die den Medienberichten entgeht. Der Vortrag veranschaulicht an markanten Beispielen, was Franziskus von Rom mit Franz von Assisi verbindet, weshalb der Bischof von Rom derart fasziniert und was sein Programm für Ortskirchen bedeutet. Nachhaltig bewegen wird seine Politik jedoch nur, wenn sich weltweit viele bewegen. Br. Niklaus Kuster, geb. 1962, ist als Kapuziner ein „Reformfranziskaner“, lebt aktuell im Kloster Olten, wirkt in der Redaktion verschiedener Zeitschriften, lehrt an der Universität Luzern sowie den Ordenshochschulen Münster und Madrid, verfasste Bücher zu Themen der Spiritualität und begleitet Kurse, Reisen und Exerzitien.

Datum: 16.05.2019

19:30 Uhr

Vortrag mit Diskussion mit Br. Niklaus Kuster

Ort: Sindelfingen-Goldberg, Gemeindehaus St. Maria, Goldbergstr. 24

Kosten: 8 €

Info und Anmeldung: Kath. Erwachsenenbildung im Kreis BB Tel. 07031/660716 E-Mail info@keb-boeblingen.de

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