Dekanatsforum mit Prof. Ortwin Renn über Angst, Ängste und Lebensperspektiven

17.11.2016

„Eine wirkliche Sternstunde fürs Dekanat“, „selten habe ich so intensive drei Stunden erlebt“, „ich bin froh und dankbar, dass ich diesen Abend miterlebt habe“: So lauteten drei Stimmen von Teilnehmern, die nach dem Dekanatsforum in der Aula des Goldberg-Gymnasiums inspiriert und vielfach angeregt nach Hause gingen. Sorgfältig geplant und durchgeführt vom Prozessteam des Dekanats unter Leitung von Dekanatsreferentin Annegret Hiekisch waren rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Goldberg gekommen, um einen wirklich außergewöhnlichen Abend zu erleben.

Nachdem zunächst in drei kurzen Impulsen verschiedene Formen von Angst eingespielt wurden, war der erste Teil des Abends bestimmt von einem so souverän wie überzeugend vorgetragenen Referat von Professor Ortwin Renn (Risiko- und Nachhaltigkeitsforscher, Potsdam). Der stellte die Grundideen und den roten Faden seines Buches: ‚Das Risikoparadox: Warum wir uns vor dem Falschen fürchten‘ (TB 2014) vor und entwickelte anhand plausibler Beispiele Thesen, dass die Angst für das Leben und Überleben des Menschen wichtig ist, dass wir aber teilweise durch Medien, Unüberlegtheit oder auch Gewohnheiten ‚falsche‘ Ängste als leitende Imperative für unser Handeln in den Vordergrund schieben. Menschen (und auch Institutionen), die sich primär von ihrer Angst leiten lassen, „bleiben gefangen in einer Statik, die neue Entwicklung verhindert“, so Renn. Er schloss seinen Vortrag mit einem bewegenden Plädoyer für Vertrauen und Zutrauen als Grunddimensionen des (Zusammen-)Lebens.

Nach einer kurzen Pause wurden dann in einer Podiumsdiskussion… Lesen Sie weiter